Rentenfonds als flexible Geldanlage für viele Anleger

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Als Rentenfonds werden spezielle offene Fonds bezeichnet, die in erster Linie in Anleihen investieren. Da festverzinsliche Wertpapiere oftmals auch als Rentenpapiere oder Renten betitelt werden, tragen diese Fonds ihren Namen. Ein wesentliches Merkmal besteht bei Rentenfonds darin, dass sie vielen Anlegern und Sparern eine Möglichkeit geben, regelmäßig zu sparen oder ein vorhandenes Vermögen zu investieren. Der Grund ist vor allem in der großen Auswahl an Rentenfonds zu finden, die grundsätzlich sowohl für sicherheitsorientierte als auch für wachstumsorientierte Anleger geeignet sein können.

Die bisherige, aktuelle und zukünftige Entwicklung von Rentenfonds

Bei allen offenen Fonds, unabhängig davon, ob es sich um Immobilienfonds, Aktienfonds oder Rentenfonds handelt, ist es relativ schwer, die vergangene und vor allem zukünftige Entwicklung zu erläutern und zu prognostizieren. Der Hauptgrund ist, dass es vor allen Dingen bezüglich der Performance zwischen den vielen Hundert Rentenfonds, die am Markt angeboten werden, zum Teil erhebliche Unterschiede gibt. In erster Linie sind die Rentenpapiere, in welche der jeweilige Rentenfonds investiert, ausschlaggebend für die Kurs- und Ertragsentwicklung.

Insbesondere in der jungen Vergangenheit konnten viele Rentenfonds einen überdurchschnittlichen Ertrag erwirtschaften, da die Renditen bei einigen Anleihen deutlich gestiegen sind. Allerdings kommt es sehr darauf an, welche Art von Anleihen der jeweilige Rentenfonds beinhaltet. Somit gibt es auch für die Zukunft keine einheitliche Aussage, was die weitere Entwicklung von Rentenfonds als Geldanlage angeht.

Uneinheitliche Renditeaussichten bei den Rentenfonds

Genauso schwierig wie die Vorhersage der Entwicklung von Rentenfonds ist es, eine globale Aussage zu den möglichen Renditen zu machen. Wichtig ist zunächst einmal, dass Anleger darüber informiert sind, woraus sich die Rendite bei der Geldanlage in Rentenfonds überhaupt zusammensetzt. Dies sind nämlich in erster Linie die folgenden Punkte:

  • Ertragsanteile wie Zinsen
  • eventuelle Kursgewinne
  • Gebühren und Kosten, die der Anleger tragen muss

Die Rendite setzt sich bei Rentenfonds also zum einen aus den Zinserträgen, die bei der jeweiligen Anleihe erwirtschaftet werden, und zum anderen aus eventuellen Kursgewinnen zusammen, falls manche Rentenpapiere vor Fälligkeit verkauft werden. Eventuelle Kosten und Gebühren, die auf den Anleger bei nahezu jedem Rentenfonds beispielsweise in Form eines Ausgabeaufschlag oder Managementgebühren zukommen, verringern natürlich die Gesamtrendite, die der Kunde letztendlich verbuchen kann. Je nach Rentenfonds können sich die Renditen zwischen lediglich 1,5 und bis zu über zehn Prozent bewegen. Allerdings ist bei solch hohen Renditen oberhalb von fünf Prozent davon auszugehen, dass viele im Fonds enthaltenen Anleihen von Emittenten stammen, die keine besonders gute Bonität genießen.

Die Vor- und Nachteile der Rentenfonds

Ein klarer Vorteil besteht bei einem Investment in Rentenfonds darin, dass sie von ihrer Struktur her für nahezu jeden Anlegertyp geeignet sind. Wer zum Beispiel sehr sicher investieren möchte, der entscheidet sich beispielsweise für einen Rentenfonds, der ausschließlich in Anleihen von Staaten investiert, die eine hervorragende Bonität genießen. Dabei könnte es sich zum Beispiel um Bundeswertpapiere handeln. Auf der anderen Seite bedienen Rentenfonds auch Wünsche von Anlegern, die auf hohe Erträge aus sind. In diesem Fall investiert der Rentenfonds beispielsweise in Anleihen, die von Schwellenländern emittiert werden. Hier besteht allerdings ein erhebliches Emittentenrisiko, was ein Nachteil ist. Ein weiterer Vorteil besteht bei Rentenfonds darin, dass diese häufig sparplanfähig sind, sodass Anleger und Sparer schon ab 25 oder 50 Euro Monat investieren können.

Ein Nachteil, der insbesondere bei Rentenfonds derzeit häufig genannt wird, ist die oftmals relativ geringe Rendite. Wie bereits zuvor erwähnt wurde, lässt sich diese Aussage nicht pauschalieren. Je nachdem, welche Anleihen im Rentenfonds enthalten sind, können die Erträge sich auch zwischen fünf und zehn Prozent bewegen. Somit muss die vergleichsweise geringe Rendite nur bei solchen Rentenfonds als Nachteil angeführt werden, die bewusst Rentenpapiere enthalten, die von einem Emittenten mit sehr guter Bonität ausgegeben wurden.

Die Besonderheiten der Rentenfonds im Überblick

Es sind insbesondere die folgenden Eigenschaften und Merkmale, die Rentenfonds in der Praxis ausmachen:

  • für nahezu jeden Anleger geeignet
  • große Auswahl am Markt vorhanden
  • Renditen von über acht Prozent möglich
  • Fondsanteile jederzeit veräußerbar

Fazit zum Investment in Rentenfonds

Rentenfonds gelten vor allem deshalb als flexible Anlageform, weil sie einerseits für jeden Anlegertyp eine größere Auswahl bieten und andererseits in nahezu allen Renditebereichen ein Zuhause finden. Vor allem Sparer und Kleinanleger bevorzugen das Investment in Rentenfonds, da die Anteile beispielsweise im Zuge eines Fondssparplans schon ab 25 oder 50 Euro im Monat erworben werden können. Ferner werden Rentenfonds gerne von gemischten Fonds genutzt, um ein vorhandenes Vermögen abzusichern, sodass vor allem vor dem Ende einer vereinbarten Laufzeit gerne von Aktienfonds in Rentenfonds getauscht wird.

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