Festgeld verbrieft Sicherheit und kalkulierbare Zinsen

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Das Festgeld gehört definitiv zu den Anlageformen, für die sich insbesondere solche Kunden entscheiden, die eine hohe Sicherheit für das investierte Kapital erwarten. Dabei weist das Festgeld viele Gemeinsamkeiten mit dem Tagesgeld auf, es gibt allerdings auch einige deutliche Unterschiede.

Zahlreiche Banken haben Produkte wie das Festgeld unter der Rubrik Termineinlagen im Angebot. An dieser Bezeichnung zeigt sich eine wesentliche Eigenschaft des Festgeldes, nämlich, dass das Kapital bis zu einem bestimmten Termin fest angelegt ist. Dies ist ein wesentlicher Unterschied zum Tagesgeld, bei dem der Anleger jederzeit über sein Guthaben verfügen kann. Bei einer Festgeldanlage muss der Kunde hingegen beim Abschluss entscheiden, für welchen Zeitraum sein Kapital auf dem Konto festgelegt werden wird. Dafür erhält der Kontoinhaber jedoch eine sehr gute Kalkulationsgrundlage, denn der Zinssatz kann sich während der vereinbarten Laufzeit – anders als beim Tagesgeld – nicht ändern.

Eigenschaften und Entwicklung des Festgeldes

Der häufigste Entscheidungsgrund, warum Anleger ein Festgeldkonto wählen, ist definitiv die hohe Sicherheit. Wie Tagesgeld und Sparkonten, so fällt auch die Festgeldanlage in den Bereich der gesetzlichen Einlagensicherung. Ein Kurs- und Zinsrisiko gibt es beim Festgeld ohnehin nicht. Wer sich dann als Kunde nicht für ein Festgeldkonto in einer Fremdwährung entscheidet, der hat zudem auch kein Währungsrisiko zu befürchten. Demnach existiert beim Festgeld ausschließlich das Emittentenrisiko, welches jedoch zu einem großen Anteil durch die Einlagensicherung abgefedert wird.

Die Entwicklung bezüglich der Attraktivität des Festgeldes ist in hohem Maße an die Veränderung der Leitzinsen geknüpft. Dies zeigt sich in der aktuellen Situation deutlich, denn seit sich der EZB-Leitzins auf einem extrem niedrigen Niveau befindet, sind auch die Zinserträge bei Festgeldanlagen stark gesunken. Heutzutage müssen Kunden ihr Kapital schon mindestens für drei Jahre anlegen, wenn sie noch eine Rendite von über 1,5 Prozent erzielen möchten. Sollten die Leitzinsen allerdings zukünftig steigen, so wird dies definitiv dazu führen, dass auch Festgelder wieder gefragter und attraktiver sein werden, was den Ertrag betrifft. Derzeit bewegen sich die Zinsen beim Festgeld (Stand August 2015) je nach Anbieter und gewählter Laufzeit durchschnittlich zwischen 0,5 und 1,5 Prozent.

Die Renditemöglichkeiten beim Festgeld

Ein positiver Aspekt besteht bei der Anlage in Festgeld darin, dass die Rendite fast immer identisch mit dem nominalen Ertrag ist. Dies resultiert daraus, dass es bei Festgeldkonten normalerweise keine Kosten und Gebühren gibt, welche die Rendite drücken könnten. Stattdessen kann der Anleger, der sein Kapital auf dem Festgeldkonto belässt, oftmals sogar von einem sogenannten Zinseszins profitieren. Die erzielbare Rendite ist insbesondere von den folgenden drei Faktoren abhängig:

  • Anbieter
  • gewählte Laufzeit
  • Anlagesumme

Grundsätzlich ist es zwar beim Festgeld fast immer so, dass größere Anlagesummen und längere Laufzeiten zu einem besseren Zinssatz führen. Allerdings trifft hier natürlich einerseits jede Bank ihre eigenen Entscheidungen und zum anderen hängt der tatsächlich gezahlte Zinssatz – wie zuvor erwähnt – in hohem Maße vom allgemeinen Marktzinsniveau ab.

Welche Vor- und Nachteile hat das Festgeld?

Die zwei größten Vorteile bestehen beim Festgeld sicherlich in der hohen Sicherheit dieser Anlageformen sowie in dem fest zu kalkulierenden Ertrag. Das Risiko ist bei Festgeldanlagen minimal und der Kunde weiß bei Abschluss der Anlageform mindestens für die gewählte Laufzeit genau, welchen Zinsertrag er erzielen wird. Darüber hinaus besteht ein Vorteil bei der Festgeldanlage darin, dass die meisten Banken eine durchaus große Auswahl bei den möglichen Laufzeiten zur Verfügung stellen. Somit ist die Festgeldanlage häufig ideal geeignet, um vorhandenes Kapital vorübergehend zu parken und dabei einen Zinsertrag zu erzielen.

In der Übersicht kann sich das Festgeld insbesondere durch folgende Vorteile auszeichnen:

  • fest kalkulierbarer Ertrag
  • hohe Sicherheit
  • Gelder parken und Ertrag erzielen
  • große Auswahl bei den Laufzeiten

Das Festgeld hat allerdings auch für nicht wenige Anleger einige Nachteile, sodass diese sich beispielsweise für ein Tagesgeldkonto oder eine gänzlich andere Anlageform entscheiden. Ein wesentlicher Nachteil ist sicherlich die Tatsache, dass vor Fälligkeit normalerweise keine Verfügungen zugelassen werden. Manche Banken weichen zwar aus Kulanz von dieser Regelung ab, aber einen Rechtsanspruch hat der Kunde nicht. Ein weiterer Nachteil ist die mangelnde Flexibilität beim Festgeld, die zum Beispiel darin besteht, dass während der Laufzeit keine Auszahlungen vorgenommen werden können, aber Zuzahlungen oftmals ebenfalls nicht möglich sind. Zudem weisen selbst Festgeldkonten mit einer Laufzeit von mehreren Jahren aktuell einen sehr geringen Ertrag auf.

Die Besonderheiten des Festgeldkontos im Überblick

Nachfolgend werden die wesentlichen Besonderheiten und Eigenschaften des Festgeldes genannt, zu denen sich Anleger informieren können:

  • oftmals Mindesteinlage von 5.000 Euro oder mehr
  • Kapital nicht vorzeitig verfügbar
  • Geld wird für bestimmte Laufzeit angelegt
  • hohe Sicherheit der Einlagen
  • Zinssatz vom allgemeinen Marktzinsniveau abhängig

Fazit zum Festgeld als Kapitalanlage

Das Festgeld ist als Kapitalanlage sicherlich insbesondere für Kunden eine gute Lösung, die ihr Kapital vorübergehend und sehr sicher investieren möchten. Wer jedoch einen langfristigen Anlagehorizont von mindestens fünf Jahren hat oder sein Geld jederzeit flexibel verfügbar halten möchte, der entscheidet sich in aller Regel für eine andere Alternative.

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