Dachfonds als Basis der Vermögensverwaltung

Es gibt bekanntlich zahlreiche offene Fonds, die am Markt angeboten werden. Viele Anleger haben allerdings nicht die Zeit oder Lust, sich mit dem Vergleichen und der Suche nach dem Fonds zu beschäftigen, der am besten zu den eigenen Zielen und Wünschen passt. Insbesondere in solchen Fällen können sogenannte Dachfonds eine echte Alternative darstellen. Es handelt sich dabei um Fonds, die – nicht wie andere offene Fonds – direkt in Aktien, Renten oder Geldmarktpapiere investieren, sondern stattdessen legen Dachfonds das Geld der Anleger in andere Fonds an. Diese werden auch als Zielfonds bezeichnet. Da diese Zielfonds wiederum in zahlreiche unterschiedliche Finanzprodukte investieren, beinhalten Dachfonds in dem Sinne eine doppelte Diversifikation. In der Praxis werden Dachfonds insbesondere für eine standardisierte Vermögensverwaltung genutzt, die schon von Kleinanlegern aufgrund der geringen Mindestbeträge in Anspruch genommen werden kann. Daraus resultiert, dass Dachfonds unter anderem besonders für Sparer bestens geeignet sind, die einen mittel- oder langfristigen Anlagehorizont haben.

Dachfonds entwickeln sich immer mehr zum Teil der Vermögensverwaltung

In den Anfängen handelte es sich bei Dachfonds um relativ „normale“ Fonds, bei denen interessierte Anleger und Sparer die Anteile erwerben konnten. Die jüngere Vergangenheit ist hingegen dadurch gekennzeichnet, dass immer mehr Dachfonds am Markt angeboten werden. Besonders interessant ist eine relativ aktuelle Entwicklung, die sich auch in der Zukunft fortsetzen dürfte. Der Trend besteht darin, dass Dachfonds immer häufiger die Säule einer standardisierten Vermögensverwaltung darstellen. Während Dachfonds auf der einen Seite seltener von Anlegern und Sparern selbst erworben werden, nutzen auf der anderen Seite immer mehr Vermögensverwaltungen die Möglichkeit, ihren Kunden über diese Dachfonds als Basis ein Angebot zur Verwaltung des vorhandenen Kapitals zu unterbreiten.

Aufgrund der Tatsache, dass Dachfonds in dem Sinne sehr flexibel sind, als dass das Portfolio aus ganz unterschiedlichen Fonds bestehen kann, ist eine individuelle Anpassung an die Wünsche und Ziele der einzelnen Anleger sehr gut möglich. Diese Flexibilität trägt sicherlich dazu bei, dass Dachfonds auch zukünftig vor allem im Bereich der Vermögensverwaltung sehr gefragt sein werden.

Oftmals geringere Renditen als bei einzelnen Fonds

Bezüglich der Rendite lässt sich im Zusammenhang mit Dachfonds nur schwer eine einheitliche Aussage treffen. Aufgrund der großen Flexibilität und Individualität, was die Zusammensetzung der im Dachfonds enthaltenen Fonds angeht, gibt es im Prinzip nicht einmal eine Durchschnittsrendite, die gegenüber dem Anleger und Sparer genannt werden könnte. Darüber hinaus hängen mögliche Erträge in großem Umfang davon ab, wie risikobereit der Anleger ist und welche Renditen er gerne erzielen möchte. Somit gibt es bezüglich der Rendite unter den Dachfonds eine sehr große Spannbreite, die von wenigen Prozent bis in den zweistelligen Bereich reichen kann.

Welche Vor- und Nachteile haben Dachfonds?

Ein wesentlicher Vorteil besteht bei Dachfonds darin, dass sich Kapitalanleger nicht selbst um die Selektion einzelner Fonds kümmern müssen. Deshalb werden solche Dachfonds auch immer häufiger im Zuge einer Vermögensverwaltung eingesetzt, da eine große Auswahl und somit Flexibilität vorhanden ist. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass die Anteile an Dachfonds jederzeit veräußert werden können, wie es bei den weitaus meisten offenen Fonds ebenso der Fall ist. Besonders geeignet sind Dachfonds für solche Anleger, die mit einem breit gestreuten Risiko investieren und sich kaum oder gar nicht um ihr Vermögen kümmern möchten.

In der Übersicht sind es die folgenden Vorteile, von denen Anleger und Sparer bei Dachfonds profitieren können:

  • große Auswahl am Markt
  • individuelle Portfoliogestaltung möglich
  • breite Risikostreuung
  • jederzeit veräußerbar
  • tragende Säule einer Vermögensverwaltung

Während die zuvor genannten Vorteile in der Vergangenheit bereits häufig dazu geführt haben, dass sich Anleger speziell für Dachfonds entschieden haben, gibt es auch einen großen Nachteil dieser Anlageform. Dieser besteht darin, dass Dachfonds im Allgemeinen als relativ teuer gelten. Neben den gewöhnlichen Gebühren, die auch bei anderen offenen Fonds anfallen, wie zum Beispiel Ausgabeaufschlag oder Vertriebsprovisionen, sind es insbesondere die Managementgebühren, die beim Dachfonds teilweise nicht unerheblich höher liegen.

Aufgrund der Tatsache, dass sich der Fondsmanager um die Auswahl geeigneter Fonds und individuelle Portfoliostrukturen kümmern muss, werden nicht selten vergleichsweise hohe Management- und Verwaltungsgebühren in Rechnung gestellt. Dies mindert wiederum die Rendite, sodass ein Investment in einzelne Aktienfonds oftmals zu besseren Erträgen führen würde.

Die Besonderheiten der Dachfonds im Überblick

Dachfonds können sich vorrangig durch die folgenden Besonderheiten, Eigenschaften und Merkmale auszeichnen:

  • Dachfonds investiert in verschiedene Fonds
  • immer häufiger Teil einer Vermögensverwaltung
  • relativ hohe Kosten drücken Rendite
  • große Auswahl am Markt vorhanden
  • flexible und individuelle Portfoliostrukturierung möglich
  • jederzeit voräußerbar

Fazit zum Investment in Dachfonds

Dachfonds sind sicherlich vor allem solchen Anlegern und Sparern zu empfehlen, die ihr Vermögen nicht selbst verwalten und sich um die Geldanlagen kümmern möchten, sondern dies lieber den Profis wie einer Vermögensberatung oder eben dem Fondsmanager überlassen. Die aktive Verwaltung und Strukturierung des Portfolios ist allerdings mit etwas höheren Kosten verbunden, sodass die Risikostreuung und das professionelle Management den Nachteil haben, dass die Rendite oftmals niedriger als bei einzelnen Aktienfonds oder sonstigen offenen Fonds ist.

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